Was der Hanf alles kann

Am 14. Februar gabs bei uns mal was anderes, aber trotzdem mit Hanf:
Das Hemperium verwandelte sich in Zusammenarbeit mit dem Donauschwäbischen Zentralmuseum für einige Stunden in eine Spinnstube, wie sie manch einer noch von früher kennt. Die TeilnehmerInnen des Projekts „Migration verbindet?!“, die den geselligen Abend organisierten, stellten eindrucksvoll, lehrreich und unterhaltsam unter Beweis, dass nicht nur Migration verbinden kann, sondern auch die einjährige Wunderpflanze Hanf, die sich als Biorohstoff heute wieder zunehmender Beliebtheit erfreut.

Hier sieht man, wie Eva Linzner unermüdlich weitersponn, während Museumsleiter Christian Glass (Mitte) den Obi befragte. Wussten Sie zum Beispiel, dass die Hanfpflanze ein Zwitter ist und noch im letzten Moment bei Bedarf ihr Geschlecht wechseln kann? Oder dass der amerikanische Autobauer Ford früher Autos aus Hanf baute und sie mit Hanfdiesel betrieb? Oder wussten Sie, dass man nicht nur Textil und Seile aus Hanf herstellen kann, sondern auch Kunststoffe und Papier, Seife, Öl, Bier, Schuhe, Farben, Parfum, Mehl, Dämmstoffe, Pellets, Tierstreu, …

Die medizinische Freigabe von Cannabis ist in Deutschland nun durch, aber nach wie vor gibt es viel Nachholbedarf was die Wahrnehmung des Hanfs angeht. Der Hanf-Marsch 2017 (Global Marijuana March) steht schon in den Startlöchern, seid also bereit, wenn wir wieder los ziehen.